Ubuntu Server unter VirtualBox installieren

Um auf den heimischen Rechner einen eigenen Server zu installieren sind nur wenige Schritte notwendig. Genau genommen wird lediglich das Image der Serverversion benötigt, sowie eine Anwendung die es erlaubt separate Betriebssysteme zum laufenden System auszuführen.
In dem vorliegendem Beispiel sind folgende Voraussetzungen gegeben:

  1. Nebensächlich, aber trotzdem erwähnenswert ist das laufende System auf dem die nachfolgende Software installiert ist: Ubuntu Desktop Edition 32bit Version 10.04
  2. grafische Oberfläche von VirtualBox Version 3.2.6 (die aktuellste Version ist unter www.virtualbox.org zu finden)
  3. Ubuntu Server Edition 32bit Version 10.04 (die aktuellste Version ist unter www.ubuntu.com zu finden)

[ad#co-3]

VirtualBox einrichten

Bevor die Ubuntu Server Version installiert werden kann, muss eine neue virtuelle Umgebung eingerichtet werden. Hierzu wird der „Neu“ Button in der Benutzeroberfläche von VirtualBox benötigt (alternativ: Strg+N):

VirtualBox_001

Die Information des Assistenten lesen und bestätigen:
VirtualBox_002

Anschließend muss ein Name (hier: „ubuntu_1004_server“) der neuen virtuellen Maschine vergeben werden. Das Betriebssystem „Linux“ sowie die Version „Ubuntu“ werden als Typ ausgewählt:
VirtualBox_003

Als nächster Schritt wird dem Ubuntu Server die Größe des Hauptspeichers zugewiesen. In der Regel reichen hier 512MB:
VirtualBox_004

Ist bereits eine Bootplatte vorhanden, kann diese selbstverständlich verwendet werden. In der Regel wird hier jedoch eine neue Festplatte erzeugt:
VirtualBox_005

Als nächstes wird die formelle Information bestätigt sowie der Typ der Festplatte ausgewählt. Zur Auswahl stehen zum einen ein „Dynamisch wachsendes Medium“ sowie ein „Medium fester Größe“. Der Unterschied liegt auf der Hand. Wird eine dynamische Festplatte ausgewählt, hat das Image des Betriebssystems lediglich die benötigte Größe (je mehr Anwendungen installiert werden, desto größer die Platte), jedoch maximal die vom Benutzer angelegte Größe. Wird die Festplatte von vornherein als fest Größe angelegt, hat das Image immer die vom Benutzer angelegte Größe:
VirtualBox_007

Nachdem ein dynamisch wachsendes Medium angelegt wurde, wird als nächstes der Speicherort sowie die Größe bestimmt bevor die Zusammenfassung der virtuellen Maschine bestätigt wird:
VirtualBox_009

Die virtuelle Maschine erscheint nun in der Liste der grafischen Oberfläche der VirtualBox. Damit beim Start auch das zuvor von der Ubuntu Seite heruntergeladene Image eingebunden wird, muss dieses als Plattenspeicher eingebunden werden. Der Aufruf von „Ändern“ (alternativ: Strg+S) ruft die Einstellungen der virtuellen Maschine auf. Unter der Einstellung „Plattenspeicher“ wird das Ubuntu Server Image eingebunden:
VirtualBox_014

Ubuntu Server installieren

Nachdem alle Vorbereitungen der VirtualBox eingestellt wurden, kann im folgenden der Ubuntu Server installiert werden. Der Start des Images führt zur Sprachauswahl des Installationsassistenten. Im Anschluss wird in der Menüauswahl „Ubuntu Server installieren“ ausgewählt:
Ubuntu_016

In der Ubuntu Installation muss erneut die Sprache ausgewählt werden bevor das Tastaturmodell wahlweise ausgewählt werden kann. Die Tastenbelegung ist „Deutschland“. Nach den Grundeinstellungen werden zusätzliche Komponenten geladen bevor der Name des Rechners eingegeben wird:
Ubuntu_023

Natürlich muss bei einem Server auch die Uhr eingestellt werden. Dies geschieht im nächsten Schritt. Die Festplattenpartitionierung kann manuell angelegt werden, ist jedoch in unserem Fall unnötig da die Größe der Festplatte auf 4GB beschränkt ist und somit eine weitere Aufteilung so gut wie sinnlos wäre. Die Standardeinstellung „Geführt – gesamte Platte verwenden und LVM einrichten“ bleibt ausgewählt:
Ubuntu_025

[ad#co-3]

Wie es sich gehört, wird auch bei der Installation des Ubuntus Server noch der Hinweis gegeben das alle Daten gelöscht werden. Dieser wird bestätigt und der zu nutzenden Anteil der Volume Group auf 4.0 GB bleibt unverändert. Die folgende Zusammenfassung wird bestätigt:
Ubuntu_028

Die Grundeinstellungen des Ubuntu Server sind eingestellt und werden installiert. Anschließend muss ein root Alternativbenutzer erstellt werden. Der Benutzer muss als nächstes entscheiden ob der persönliche Ordner verschlüsselt wird, oder nicht. Wird ein Proxy verwendet kann dieser im nächsten Schritt eingerichtet werden. Fast am Ende angekommen, ist die Verwaltung der Systemaktualisierung zu wählen. Hier empfiehlt es sich, die Einstellung der automatischen Sicherheitsaktualisierung zu belassen.
Diverse Software wie zum Beispiel „DNS Server“, „OpenSSH Server“ oder auch ein „Mail Server“ kann bereits im Vorfeld aus einer Liste ausgewählt werden:
Ubuntu_041

Der Ubuntu Server wurde vollständig eingestellt und wird nach kurzer Zeit vollständig als virtuelles Betriebssystem installiert. Zum Schluss kann der GRUB-Bootloader noch installiert werden bevor der lang ersehnte Neustart durchgeführt werden kann.
Wurde der Benutzer sowie das Passwort in die Console eingegeben, erwartet den Benutzer ein frisch installierter Ubuntu Server:
Ubuntu_046

MySQL Server installieren

Wie beispielsweise ein MySQL Server auf Ubuntu Server installiert wird, kann im folgendem Artikel nachgelesen werden:

Viel Spaß!